Regionale Aktionen 2024

Die diesjährigen Flüchtlingstage standen in Anlehnung an die Kampagne der Schweizerischen Flüchtlingshilfe unter dem Motto «Kind sein dürfen, auch nach der Flucht. Alle Kinder haben die gleichen Rechte».  Aktionen fanden vom 14. bis 16. Juni in den Regionen Aarau, Baden, Brugg, Freiamt, Fricktal und Zofingen statt, in Aargau Süd am 22. Juni. 

Kind sein dürfen, auch nach der Flucht. Alle Kinder haben die gleichen Rechte. So lautet der diesjährige Slogan der Schweizerischen Flüchtlingshilfe, der auch am Badener Fest zum Tag der Geflüchteten im Zentrum stand. Die Einstimmung erfolgte bereits am Vorabend mit dem eindrücklichen, äthiopischen Dokumentarfilm «among us women» und der dazu passenden Kaffeezeremonie.
Besonders zum Ausdruck kam das Thema in der Podiumsdiskussion am eigentlichen Festtag, wo sich Dr. Clara Bombach, Ethnologin, sowie die beiden Politiker:innen Lea Schmidmeister, SP, und Adrian Schoop, FDP, den Fragen von Moderatorin Patrizia Bertschi, Verein Netzwerk Asyl Aargau, stellten. Insbesondere ging es darum, ob Grossunterkünfte eine geeignete Unterbringungsform für Familien mit Kindern darstellen. Für Bombach, die für ihre Dissertation 365 Tage in einem Asylcamp verbracht hat, sprechen die Fakten aus wissenschaftlicher Forschung klar dagegen. Schmidmeister und Schoop hingegen vertraten dazu erwartungsgemäss gegenteilige politische Meinungen. Aus ihrer jeweiligen Perspektive betrachtet wurden auf beiden Seiten Argumente genannt, die dafür respektive dagegensprechen und beide Standpunkte wurden äusserst rege diskutiert. Der Badener Tag der Geflüchteten ist immer auch ein Gefäss, um Anliegen der betroffenen Menschen aufzuzeigen, unterschiedliche Akteur:innen miteinander ins Gespräch zu bringen, und es ist eine Plattform, wo die Besucher:innen aus erster Hand erfahren können, wie die von der Politik geregelte Integration in der Praxis mit den Menschen gelebt wird und welche Hürden dabei die Integrationsarbeit erschweren. Dass hier die politischen Vorgaben nicht nur deckungsgleich mit den reellen Bedürfnisse der Betroffenen sind, liegt auf der Hand. Umso wichtiger ist es, miteinander im Gespräch zu bleiben, hinzuschauen, zuzuhören und die Menschen, die in unserem Land Asyl erhalten, als Menschen wahrzunehmen.
Umrahmt von Kinderprogramm, Musik und Tanz, Essen und Trinken stellten die vielen Freiwilligen aus den beteiligten Organisation im Flucht- und Asylbereich in gewohnter Manier ein fröhliches und friedliches Fest auf die Beine, das zahlreiche Besuchende anlockte, Begegnungen und Austausch ermöglichte und gleichzeitig Ausdruck gelebter Integration war.

Am Wochenende des 15. und 16. Juni fanden in der Region Brugg die diesjährigen Flüchtlingstage mit dem Fokus auf geflüchteten Kindern statt. Das Programm startete am Samstag in der Stadtbibliothek Brugg mit einer Lesung von Alexandra Lerch. Die Geschichte «Das Krokodil sucht eine neue Heimat» fesselte die Vorschulkinder und endete mit Bastel- und Malaktivitäten. Parallel zum EM-Spiel Schweiz gegen Ungarn gab es auf dem Eisi-Platz ein Kinderprogramm mit Glitzertattoos, Freundschaftsarmbändern, Mal-Tisch, Button-Maschine und einem kleinen Fussballparcours. Am Abend fand ein Konzert der Band Otrava vor der reformierten Stadtkirche statt, das viele Besucher anzog. Der Sonntag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst, der die Bedeutung von Freiräumen für geflüchtete Kinder betonte. Die Veranstaltung war ein grosser Erfolg und zeigte eindrucksvoll, wie verschiedene Organisationen – darunter die RIF, Pfasyl, die Stadtbibliothek und die Kirchen – zusammenarbeiten können, um ein wichtiges Thema in die Öffentlichkeit zu tragen.

Flüchtlingstage Aargau 2024: «Kind sein dürfen, auch nach der Flucht»
Medienmitteilung (PDF, 180 KB) und Plakat/Flyer (PDF, 235 KB)

Reformierte Landeskirche AargauRömisch-Katholische Kirche im Aargau


Impressionen aus allen Orten:

 

Flüchtlingstage Aargau 2024: «Kind sein dürfen, auch nach der Flucht»
Medienmitteilung (PDF, 180 KB) und Plakat/Flyer (PDF, 235 KB)

Medienberichte:

Folgen in Kürze…

 
Unterstützt durch:

Reformierte Landeskirche AargauRömisch-Katholische Kirche im Aargau

Koordiniert durch: Aargauer Landeskirchen, Anlaufstelle Integration Aargau, Caritas Aargau, HEKS Aargau / Solothurn, Regionale Integrationsfachstellen, Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Aargau, Verein Netzwerk Asyl Aargau. Mitgetragen von vielen lokalen Vereinen, Institutionen und Freiwilligen.